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Die Embleme in der Felixkapelle (um 1656)

© Dieter Bitterli, 2009

Das Feuer (Emblem 1)


Pictura: Ein Feuer im Freien.

Inschrift: SINE LABE. (Ohne Tadel.)

Bedeutung: Ein Sinnbild der Sündenlosigkeit Marias, die rein und makellos ist wie die Flammen des Feuers.

Quelle: Filippo Picinelli, Mondo simbolico (Mailand 1653), II,7 (Feuer auf Altar): SINE LABE, als Sinnbild der Reinheit bei der Ausübung des Priesteramts.


Die Teufelsbezwingerin (Emblem 2)


Pictura: Maria in den Wolken über einem feuerspeienden Drachen.

Inschrift: NON INFICIT ISTAM. (Er schadet ihr nicht.)

Bedeutung: Maria ist die Immaculata, die sündenlose Gottesmutter und Siegerin über das Böse.

Quelle: Filippo Picinelli, Mondo simbolico (Mailand 1653), VII,23 (Drache und Mond): HAUD INFICIT ALTA, als Sinnbild der Unbefleckten Empfängnis Marias.

Der Neumond (Emblem 3)


Pictura: Der Neumond neben einer Wolke.

Inschrift: SINE MACULA. (Ohne Makel.)

Bedeutung: Wie das Feuer (Emblem 1) ein Hinweis auf Marias Sündenlosigkeit und Unbefleckte Empfängnis.

Quelle: Filippo Picinelli, Mondo simbolico (Mailand 1653), I,157 (Neumond): SINE MACULA, als Sinnbild der Unbefleckten Empfängnis Marias.


Der geflügelte Löwe (Emblem 4)


Pictura: Auf einen geflügelten Löwen fällt von oben ein heller Lichtstrahl.

Inschrift: CONCEPTU SERENO. (Mit heiterer Empfängnis (?).)

Bedeutung: In der christlichen Kunst ist der geflügelte Löwe traditionell ein Attribut des Evangelisten Markus. Der Bezug zu Maria ist hier unklar.

Das brennende Reisigbündel (Emblem 5)


Pictura: Eine Hand hält ein brennendes Reisigbündel.

Inschrift: NODI ET RUPTIONIS EXPERS. (Ohne Knoten und Schaden.)

Bedeutung: Ein weiteres Sinnbild für Marias Sündenlosigkeit, das ein Motiv aus dem Bilderhimmel (Süd 57) variiert: dort ist das Schilfrohr ein Bild für die Immaculata, weil seine Halme keine Verästelungen haben. Dazu ist das brennende Reisigbündel eine Art Gegenbild; denn anders als die Zweige hier, ist Maria rein und makellos.

Quelle: Vgl. Filippo Picinelli, Mondo simbolico (Mailand 1653), X,43 (Schilfrohre): HUMILES, ET ABSQUE NODO.
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Die Zypresse (Emblem 6)


Pictura: Eine Zypresse.

Inschrift: A PUTREDINE TUTA. (Vor Fäulnis sicher.)

Bedeutung: Die biblische Zypresse, die auch am grossen Bilderhimmel vorkommt (Süd 77) ist ein altes Mariensymbol. Angeblich fault ihr Holz nicht – ein Gleichnis für Marias immerwährende Jungfräulichkeit.

Quelle: Filippo Picinelli, Mondo simbolico (Mailand 1653), IX,42 (Zeder): A PUTREDINE TUTA, als Sinnbild der Jungfräulichkeit.
Die sechs Embleme am Gewölbe der Felixkapelle (um 1656)
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